Steve Foulds im Interview

Steve Foulds von MassiveSynth.com im Interview

Steve Foulds ist der Kopf hinter einiger der besten Tutorialseiten rund um die Synthesizer-Plugins von Native Instruments. Steve war nicht nur so freundlich uns Rede und Antwort zu stehen, er hat uns auch ein exklusives Soundset, bestehend aus 70 Massive Patches, für euch zusammen gestellt, welches ihr hier gewinnen könnt.

Steve Foulds lebt in Hong KongPadbangers: Hi Steve, wie geht’s dir?

Steve: Alles bestens!

Padbangers: Wie fing MassiveSynth.com eigentlich an? Wann kam der Zeitpunkt, an dem du dich entschlossen hast dein Wissen mit anderen zu teilen?

Steve: MassiveSynth.com fing als Hobby-Blog an im Sommer 2010 an. Anfangs habe ich alle möglichen Tutorials, die ich über Massive finden konnte, gesammelt und meine eigenen hinzugefügt. Es ist schon komisch, wenn ich mich zurückerinnere gab es zu der Zeit fast keine Tutorials zu Massive, nicht mal bei Youtube. Mir war es damals nicht möglich Videos aufzunehmen, also entschloss ich mich alles aufzuschreiben. Dafür war das Blogformat natürlich optimal.

Padbangers: Heute – 3 Jahre später – zählen deine Seiten definitiv zu den besten wenn es um Tutorials für Massive, Absynth, FM8, usw. geht. Hättest du damals mit so einer Entwicklung gerechnet?

Steve: Nein, darüber hab ich zu dieser Zeit gar nicht nachgedacht. Im ersten Jahr bekam die Seite auch nicht sonderlich viel Zulauf. Erst mit dem Boom, der Dubstep in den Staaten in den Mainstram gerückt hat und viele bekannte Producer erzählten, dass sie mit Massive arbeiten, hat alles ins Rollen gebracht. Der „Schneeball-Effelt“ trat erst mitte 2011 ein. Daraufhin mussten wir die Seite komplett neu gestalten und sturkturieren, denn das damalige Format war nicht mehr für die neuen Inhalte geeignet. Vor diesem Prozess stehen wir übrigens gerade wieder.

Padbangers: Was macht deiner Meinung nach Massive so beliebt? Liegt es nur daran, dass angesagte Leute wie Skrillex viel damit arbeiten?

Steve: Also da gibt es zwei Punkte: Massive bekommt viel Aufmerksamkeit weil Leute wie Skrillex es benutzen und seine Fans so klingen wollen wie er. Und die denken, wenn sie die selben Tools benutzen klingen sie auch so. Das macht Massive „beliebt“. Die andere Seite sind die Modulationsmöglichkeiten und noch wichtiger wie einfach sie implementiert sind. Massive ist bekannt für Bass- oder die großen „In your Face“-Sounds – aber es können noch viel raffiniertere Sounds erzielt werden.

Padbangers: Das ist ein interessanter Punkt: Heutzutage nutzt sind ja Wobble-Bässe und Growl-Sounds extrem beliebt. Sehr viele Leute verwenden sie und die Tracks klingen oft sehr gleich. Denkst du die Leute sollten kreativer werden, wenn es um Sounddesign geht?

„Man sollte die Technik lernen und damit etwas eigenes entwickeln.“

Steve: Definitiv! Ich denke, der Fokus liegt viel zu sehr darauf, wie jemand anderes zu klingen. Obwohl wir natürlich viele Tutorials haben, wie man Sound „X“ nachbaut. Das Ding ist, man sollte die Technik lernen und damit etwas eigenes entwickeln. Denk mal 10 oder 20 Jahre zurück, da hat niemand nach Tutorials gesucht oder nach „wie macht man den und den Sound“, denn sowas gab es einfach nicht. Die haben einfach an Ihren Synthies rumgeschraubt und sich alles selbst beigebracht. Den Synth den man benutzt in- und auswendig zu kennen, ist sehr wichtg und der beste Weg das zu erreichen, ist zu experimentieren und neue Sachen auszuprobieren. Gib dir selbst mal die Aufgabe einen kompletten Track aus nur einem Synth zu machen: Drums, Synths, alles! (Ohne zu schummeln und Tutorials anzusehen!). Zwing dich wirklich dazu und du wirst überrascht sein, was du alles lernen kannst.

Padbangers: Reden wir ein bisschen über dich. Hast du gerade Produktionen in der Mache oder konzentrierst du dich rein auf die Tutorials?

Steve: Ich glaube das letzte Release war 2010. Ich hab die schlechte Angewohnheit Dinge anzufangen und nie zu Ende zu bringen… Ich habe hunderte halbfertiger Tracks auf dem Rechner. Im Moment bastel ich gerade an Delay / Reverb-Ketten in Reaktor in die dann Chrods aus Massive reinspiele. So eine Art „selbstgeneriende Musik“, einfach ein paar Stabs und die Kette generiert alle möglichen interessanten Texturen und Rhythmen. Ich nutze auch die Maschine. Wenn die Kette ihr Ding macht, spiele ich Live-Drums drüber. Ich sollte wirklich mal ein paar Sachen aufnehmen, aber ich glaube nicht, dass andere daran wirkliches Interesse haben. Das ist alles ein bisschen zügellos. Hier ist mal ein kurzes Beispiel was ich mit Reaktor und Massive gebaut habe: [soundcloud url=”http://api.soundcloud.com/tracks/10646624″ params=”show_comments=false” width=” 100%” height=”166″ iframe=”true” /]

„Macht euch die Hände schmutzig und experimentiert mit den Synths“

Padbangers: Du nutz also auch Maschine und Reaktor. Was sind denn deine 5 Lieblingstool (Software oder Hardware)?

Steve: Also die 5 Dinge, die ich am meisten nutze sind Massive, Reaktor, Maschine, Audio Damage Dub Delay und ich würde sagen Live. Das sind eigentlich alle die ich zur Zeit nutze. Ich sollte mir mal neues Equipment kaufen, aber ich lebe in Hong Kong und hier ist es nicht leicht an die Sachen ranzukommen. Alles muss aus dem Ausland verschifft werden, was es zu teuer macht. Ich würde mir gerne neue Hardware kaufen, ich wollte schon immer einen Virus.

Steve Foulds von MassiveSynth.comPadbangers: Ich schätze du hast auch die Ankündigung vom Native Instruments Monark gesehen. Was erwartest du dir davon?

Steve: Ja, ich hab den Teaser gesehen und war wirklich neugierig was es sein würde. Ich glaube, es wäre an der Zeit mal wieder ein paar bahnbrechende Produkte zu sehen. Brauchen wir wirklich noch eine Moog Emulation? Es ist schon ein bisschen komisch mit Komplete 9 nicht Massive 2 vorgestellt wurde, ich kann mir nicht vorstellen das Monark diesen Platz einnehmen kann.

Padbangers: Danke für deine Zeit Steve! Die letzten Worte gehören dir

Steve: Dann nutze ich die um allen Danke zu sagen die unsere Seiten für Reaktor, Massive, FM8 und Absynth nutzen. Ohne die Leser gäbe es die nicht! Wenn ich jedem, der gerade anfängt mit diesen tollen Tolls zu arbeiten, einen Rat geben sollte, wäre es: Macht euch die Hände schmutzig und experimentiert mit den Synths. Und vor allem, habt Spaß!

Steves Tutorial-Seiten

Mike

About the author: Born and raised in Germany, Mike started in the late 90s as a rapper and beat maker. From there he made his way to become a passionate sound designer, music technology vlogger, and qa tester for leading companies in the music industry. On his website Padbangers.com, he reviews new gear, sounds, and apps for producers.

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