Native Instruments Reverb Classics im Test

In Zusammenarbeit mit dem schwedischen Unternehmen Softtube hat Native Instruments zwei der bekanntesten Hallgeräte der 80er und 90er Jahre für den Einsatz am Rechner emuliert. Sowohl der RC24 als auch der RC48 sollen durch Ihren “satten, harmonischen Charakter” jeden Mix zum Leben erwecken.

Wir haben uns die Demo-Versionen näher angeschaut und auf Herz und Nieren getestet.

Installation

Die Installation verlief wie von NI gewohnt Problemlos. Beide Plugins liegen 32 Bit und 64 Bit Version als VST, RTAS und AAX Plugin vor. Damit sollten die Reverbs in sämtlichen DAWs funktionieren (Reason natürlich ausgenommen). Die Pfade zu unseren VST-Ordnern wurden automatisch erkannt, womit wir uns schnell durch die Installation klicken konnten.

RC24

rc24Unser erster Eindruck: Schön aufgeräumt! Man wird nicht von Parametern erschlagen sondern findet sich direkt zurecht. Ganz oben findet man die Preset-Auswahl und den A/B-Schalter, womit man zwei verschiedene Einstellungen des Plugins direkt vergleichen kann.

Direkt darunter findet man die Einstellungen für die Raum-Simulation (Room, Small Hall und Large Hall), den Wet/Mix-Schalter, sowie den Dry/Wet-Regler. In der Wet-Stellung des Schalters wird nur das verhallte Signal wiedergegeben und der Dry/Wet-Regler wird ausgegraut. Dies ist sinnvoll wenn man das Plugin als Sendeffekt einschleift. Nutzt man den RC24 als Insert-Effekt, stellt man den Schalter auf Dry und stellt mit dem Regler den Hall-Anteil nach seinem Geschmack ein.

Zum besseren Verständnis: Steht der Regler auf 100% Wet, entspricht dies der gleichen Einstellung, wie den Schalter auf Wet zu stellen.

rc24-displayUnter den Einstellungen für den Hallanteil folgt dann das völlig neue Display. Auf der X-Achse wird die Dauer des Halls in Sekunden angezeigt auf der Y-Achse in welchem Frequenzbereich sich der Hall wie stark auswirkt. Im zweiten Tab “Optionen” lässt sich der Character des Plugins bestimmen. Zur Auswahl stehen “Dark” und “Bright”. Weiterhin können Ein-und Ausgangspegel eingestellt werden, um Clipping zu vermeiden. Zur optischen Unterstützung gibt es dazu, rechts oben im Display, ein Level-Meter. Die Schaltfläche “Realtime-Audio-Analysis” legt fest ob die Spektrumsanzeige dynamisch oder starr arbeitet. Bleibt die Anzeige starr, soll dies Rechenleistung einsparen. Die zweite Schaltfläche “Quantize Reverb Noise” emuliert Soundartefakte, die bei den analogen Pendants durch die niedrige 8-Bit Auflösung entstanden. Sozusagen “Vintage-Boost”-Schalter.

rc24-bottomUnter dem Display finden sich dann die typischen Regler um den Hall zu bearbeiten: PreDelay, Depth, Intensity, Bass-, Mitten- und Höhenanteil. Einfach und Intuitiv!
Am unteren Ende des RC24 befinden sich 2 weitere Regler für den Mode und Crossover. Über den Moderegler lassen sich 4 verschiedene Modi wählen, die den Reverbtail beeinflussen. Mode B-D werden dabei besonders bei langen Decay-Phasen hörbar. Steuern lässt der Anteil dieser Emulation durch den Intensity-Fader. Der Cross-Over Regler ist eine Frequenzweiche, mit der sich die Trennung zwischen den Tief- und Hochfrequenzen zwischen 100 und 10,900 Hertz festlegen lässt.

Sound-Demos

Drums trocken

RC24 – Drums trocken

Drums mit Reverb

RC24 – Drums Reverb

Cello trocken

RC24 – Cello Trocken

Cello mit Reverb

RC24 – Cello Reverb

Chor trocken

RC24 – Chor Trocken

Chor mit Reverb

RC24 – Chor Reverb

Mike

About the author: Born and raised in Germany, Mike started in the late 90s as a rapper and beat maker. From there he made his way to become a passionate sound designer, music technology vlogger, and qa tester for leading companies in the music industry. On his website Padbangers.com, he reviews new gear, sounds, and apps for producers.